Eine neue Kolonie

Heute im Stall lief mir eine Ameisenkönigin zu. Da liefen etliche Jungköniginnen rum, aber diese hatte nicht nur die Flügel bereits abgeworfen, sie steuerte auch schnurstracks auf meine Füße zu. „Baby, du bist es!“, rief ich und fing sie – zur allgemeinen Belustigung der Stallgemeinschaft – ein.

Ich erbettelte mir ein Taschentuch, das ich ein wenig anfeuchtete und in das ich die Königin vorsichtig einpackte. Das Konstrukt verstaute ich in einer leeren Zigarettenschachtel und ließ es in meiner Tasche verschwinden. Ob ich die nun wirklich mit nachhause nähme, wurde ich mehfach gefragt. Mein Hobby stößt auf wenig Verständnis.

Daheim quartierte ich die junge Ameisenkönigin samt feuchtem Zellstoff, toter Fliege und einem Tropfen Honig zunächst in eine leere Heftzweckenschachtel und stellte sie mit dieser Behausung ins Bücherregal, mit einem Tuch abgedeckt, weil sie es gerne dunkel mag.

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